11. Dezember 2005 – 22. Januar 2006

Jugendensemble III

Die rote Zora
von Henning Bock & Jürgen Popig
nach einer Erzählung von Kurt Held

Regie: Jens Jakob de Place



Als Brankos Mutter stirbt, hat Branko kein Zuhause mehr. Er stiehlt, weil er Hunger hat und kommt ins Gefängnis. Die rote Zora nimmt ihn in ihre Bande auf. Die Bandenmitglieder, alle elternlos wie er, nennen sich “die Uskoken” (“Uskoken seid immer bereit!”) und hausen in einer alten Burg hoch über Senj, einer Hafenstadt in Kroatien. Sie stehlen, um überleben zu können.
 Solidarität, Mut und Kühnheit verbindet diese jungen Raubritter miteinander. Doch ihre wilden Streiche bringen die Bürgerschaft gegen sie auf, und als ihnen gar das Gefängnis droht, finden sie Unterschlupf beim Fischer Gorian. Die rote Zora und ihre Bande bekommen Arbeit und ein Zuhause. Sie zwingen geradezu die Bewohner der Stadt, sich wie verantwortliche Erwachsene zu verhalten und sich um die Kinder zu kümmern.

Kurt Helds klassischer Roman über das harte Leben der Roten Zora und ihrer Bande in dem kroatischen Fischerdorf Senj drückt aus, was auch einige der Jugendlichen in den Proben erkannt habe: letztendlich muss man die Verantwortung für das eigene Leben selbst übernehmen. Denn: Die Kindheit währt nicht ewig. Auch Freiheit und Rechte müssen erkämpft werden. Glücklicherweise muss keiner der Jugendlichen in Zoras Bande für seine Freiheit “bis zum Tod kämpfen” wie der alte Gorian sagt, aber kämpfen müssen sie: für ihr Abendessen oder einen Platz zum Schlafen, gegen Vorurteile und Erniedrigungen der reichen Gymnasiasten-Bande, gegen den steifen Bürgermeister, den brutalen Bauern Karaman und den dummköpfigen Polizisten Begovic, – und zuletzt sogar mit den wachsenden Gefühlen füreinander. Dies ist eine Geschichte über Kind-Sein und Erwachsen-Werden, über Leben und Überleben in einer rohen Welt, aber auch über tiefe Freundschaften und über die erste Liebe …
“Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen” (Max Reinhardt).
 Wir hoffen, dass Sie und Ihr alle dazu inspiriert werden, ans Leben sowohl mit Spaß wie auch Verantwortung heranzugehen und wünschen ein spannendes, genussvolles und inspirierendes Erlebnis im theater im e.novum.

Es leben die Uskoken!


Auf der Bühne

Zora     Sinje Monien
Branko     Arne Bloch
Doro, Bandenmitglied     Michael Hausmann
Nicola, Bandenmitglied     Renate Schlenger
Pavle, Bandenmitglied     Mattea Weihe
Skalec, Gymnasiast     Sascha Firtina
Brozo, Gymnasiast     Isabell Dubrownik
Rista, Gymnasiast     Julia Attenmeyer
Ivecovic, der Bürgermeister     Pia Wiesner
Zlata, seine Tochter     Natalie Witschel
Begovic, Dorfpolizist     Maiko Schaffrath
Karaman, Großbauer     Maya Heintzelmann
Gorian, Fischer     Florian Henke
Radic, Fischer     Lauritz Thomkins
Curcin, Bäcker     Mattea Weihe
Mila, seine Frau     Greta Hoff
Ringelnatz, Wirt der Adria     Sascha Firtina
Stojana, Kellnerin im Zagrab     Laura Peper
Elena, eine junge Frau     Charlotte Meixner
Kata, eine alte Frau     Isabell Dubrownik
Koko, ihr Vogel     Michael Hausmann


Hinter der Bühne

Maske     Petra Wieneke, Anneke Michaelis
Kostüme     Anneke Michaelis
Bühnenbild, Licht und Ton     Matthias Riske
Requisite     Petra Wieneke, Matthias Riske
Plakat     Maren Ratzmer
Programmtext     Jens Jakob de Place
Programmlayout     Thomas Pahl
Fotos     t&w
Dramaturgie und Assistenz     Ludmila Franz

Regie     Jens Jakob de Place


Die Aufführungsrechte liegen beim Deutschen Theaterverlag / Weinheim


Eine Produktion des theater im e.novum e.V.

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