19. November 2006 – 12. Dezember 2006

Kinderensembles II und III

Dornröschen
nach dem Grimmschen Märchen
bearbeitet von Margit Weihe


Regie: Margit Weihe


Märchen – wundersames Geschehen, fremde Orte und vergangene Zeiten … Tief wurzeln sie im Gedächtnis der Völker – und haben einen fassbaren Kern. Von Urangst und Urkonflikt, von Hoffnung, Sehnsucht und Leidenschaften erzählen sie. Ihre Figuren stehen für Verkörperungen unseres Selbst. Die Märchen sind sozusagen die Geschichte unserer Seele.
 Dornröschen ist 15 Jahre alt, als sie der Verzauberung verfällt – es ist der Zeitpunkt des Übergangs vom Kind zur Jungfrau. Es ist eine natürliche Erscheinung, dass der Junge in diesem Alter sich auf sich selber besinnt, dass das Mädchen sich in sich zurückzieht, dass beide eine Zeitlang schüchtern, zurückhaltend oder stachlig, trotzig, abweisend werden; eine Dornenhecke scheint um den jungen Menschen zu wachsen und ihn nach außen abzuschirmen – aber im Schutze solcher Zurückgezogenheit reift er heran und wird zu einem neuen, einem stärkeren, helleren Leben erwachen.
 “Dornröschen” ist mehr als eine phantasievoll stilisierte Liebesgeschichte – das Märchen schildert Begabung, Bedrohung, Lähmung und Erlösung nicht nur irgend eines Mädchens, sondern des Menschen überhaupt. Die Seele des Menschen verfällt immer wieder der Verkrampfung, der Lähmung, und immer wieder kann sie, wenn es gut geht – und das zeigt unser Märchen – neu belebt, geheilt und erlöst werden:

Schon so lang haben Königin und König sich ein Kind gewünscht. Jetzt ist es endlich da! Ein Mädchen! Zum Tauffest werden die 12 weisen Frauen eingeladen. Zornig darüber, dass sie nicht eingeladen wurde, spricht die 13. Fee einen Fluch aus: Dornröschen soll sich an seinem 15. Geburtstag an einer Spindel stechen und tot hinfallen! Die Hofstaat ist entsetzt, die Königin verzweifelt. Die 12. Fee, die ihren Wunsch noch nicht getan hat, mildert den Fluch ab: Nicht tot soll Dornröschen sein, sondern in einen tiefen 100jährigen Schlaf soll sie fallen.
 Der König befiehlt, alle Spindeln im Lande verbrennen zu lassen. Aber hilft das? Kann er damit den Lauf der Dinge aufhalten? Wenn Ferdinand, der Spielmann am Königshof, nicht krank geworden wäre, wenn der Vater geantwortet hätte, wenn die Mutter die Wahrheit gesagt hätte, ja – was dann?
 Und so wuchs eine Dornenhecke ums Schloss, immer höher und höher …

“Rosen, wachst zu Dornenhecken,
 die das ganze Schloss bedecken.
 Niemand soll Dornröschen wecken.”

 Niemand?


Auf der Bühne

König     Sarah Luz / Lennart Hillmann
Königin     Constanze Wieneke / Maj-Britt Wesemeyer
Dornröschen     Merlene Michaelis / Emily Dzaebel
Koch     Marlene Buchner / René Röhling
Fritz, der Küchenjunge     Conrad Darrmann / Alexander Zapke
Wirtin Lisbeth / Hecke     Anna Scheil / Marlene Schimpf
Spielmann Ferdinand, später Ferdinands Enkel     Eduardo Bracho / Johannes Frey
Kammerherr Gottfried     Sandra Knaak / Patrick Schunk
Kammerzofe Agnes     Carlotta Weibl / Djamila Hulemann
Bauer / Prinz 1 / Prinz 2     Maximilian Zapke / Patrick Schunk
Frau im Wirtshaus     Jana Wolter / Lisa Meyer
10. Fee / Hecke     Jana Wolter / Trixi Stilke
11. Fee / Hecke     Gina Baltrusch / Lisa Meyer
12. Fee     Jana Wolter / Trixi Stilke
13. Fee     Stefanie Reimers / Lisa Müller
Der Prinz    Tamino zum Felde / Jan Kindermann


Hinter der Bühne

Kostüme     Ellen Scholz
Bühnenbild     Simone Anton
Musik     Ulf Manú
Bühnenbau, Licht, Technik     Matthias Riske
Maske     Renate Darrmann, Petra Wieneke, Ellen Scholz, Martina Dzaebel, Anneke Michaelis
Plakat     Christel Lottmann
Programmlayout     Thomas Pahl
Fotos     t&w
Regieassistenz     Anneke Michaelis, Renate Darrmann
Regie und Gesamtleitung     Margit Weihe


Unser besonderer Dank geht an Bobby Dekeyser, Firma Dedon, für die freundliche Unterstützung

Danke auch an unsere Helfer im Hintergrund: Gina Baltrusch, Eunice Bracho, Irene Dörris, Pia Gerdes, Thomas Pahl, Jürgen Baumgarten, Alexander Krüger u.v.a.


Eine Produktion des theater im e.novum e.V.

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