29. März 2008 – 18. April 2008

Jugendensemble III

Romeo und Julia
von William Shakespeare in einer Übersetzung
von Thomas Brasch


Regie: Jens Jakob de Place


Ein junger Mann verliebt sich in ein Mädchen. Und sie sich in ihn. Nichts weiter. Doch danach ist die Hölle los.
Menschen sterben, Familien brechen auseinander und die ganze Stadt ist in Aufruhr.
Nur weil ein junger Mann ein Mädchen küsst.
Der junge Mann tötet den Vetter seiner Geliebten und muss flüchten. Raus aus der Stadt. Aber vorher heiratet er schnell das Mädchen, das er so geküsst hat …

Das Mädchen sucht verzweifelt nach einem Ausweg. Sie muss nach dem Willen ihrer Eltern einen ihr unbekannten Mann heiraten. Aber sie ist schon verheiratet. Heimlich. Letzte Nacht, mit dem Jungen, der sie so geküsst hat …

 Wie weit kann man gehen, um seine Liebe zu behalten?

“Jetzt krächzt die Lerche mit so falschem Ton, als hätt sie einer komponiert im Krieg.
 Die Lerchen singen Liebesmelodien. Ach diese nicht. Sie reißt uns ja entzwei …”
 Die Jugendlichen des Jugendensemble III schreien, hassen, kämpfen und lieben sich durch Shakespeares atemberaubende Geschichte von Romeo und Julia, die einander einfach nur lieben möchten, mitten in einer hasserfüllten Stadt, wo keiner sein wahres Gesicht zeigt – bis es endgültig zu spät ist …
“Faul ist der Frieden, den der Morgen bringt. Die Sonne, ach, verweigert uns ihr Licht.”
Shakespeare, bekanntester Dramatiker der Welt, Romeo und Julia, meistgespieltes Stück Shakespeares. Wieso in aller Welt greift man ein solches Stück auf? Rohe Gewalt, abgrundtiefer Hass, tiefste Arroganz dem Leben gegenüber, Freundschaft bis in den Tod – und Liebe, immer wieder die Liebe, davon spricht dieses Stück in gleichermaßen derber, brutaler und poetischer Sprache.
 Die großen Emotionen und die große Körperlichkeit dieser komplexen Figuren und die anspruchsvolle Sprache Shakespeares: Damit wollten wir die Spieler und Spielerinnen der J III konfrontieren.
 Die Figuren Shakespeares gehen über das Leben hinaus, sie sind Archetypen und doch alltäglich wie Du und ich. In rasendem Tempo laufen die Geschehnisse den Figuren davon, bis die Katastrophe nicht mehr abzuwenden ist.

Was tun, wenn einem das Leben selbst davon läuft?


Auf der Bühne

Julia Capulet      Greta Hoff
Amme von Julia & Abram, ein Soldat der Montagues      Pia Wiesner
Lord Capulet      Florian Henke
Lady Capulet      Lea Pottek
Tybalt, Vetter von Julia & Balthasar, Diener Romeos      Sinje Monien
Romeo Montague      Sascha Firtina
Benvolia, Freundin Romeos & Apotheker      Charlotte Meixner
Mercutio, Freund Romeos & Montague, Vater von Romeo      Che Noeres
Lorenzo, ein Mönch & Gregory, ein Soldat und Diener der Capulets      Lauritz Thomkins
Prinz Paris & Sampson, ein Soldat der Capulets      Arne Bloch
Prinz von Verona &  John, ein Mönch      Birger Roß / Julia Träger / Florentine Weihe


Hinter der Bühne

Musikauswahl     Ensemble
Bühne     Simone Anton
Licht & Werkstatt     Matthias Riske
Kostüme     Ellen Scholz
Maske     Ellen Scholz, Heidrun Hoff
Plakatgestaltung     Sabi Neumann
Fotos     t & w

Regie     Jens Jakob de Place


Die Aufführungsrechte liegen beim Suhrkamp Verlag, Frankfurt

Besonderer Dank geht an die gesamte Familie Scholz für das musikalische Mitdenken und für das Ausleihen zahlloser Kleidungsstücke; an Imme Bellendorf, Fechtlehrerin; den MTV Treubund für die Degen; Frau Hoyer; an das gesamte Team vom theater im e.novum und an Intendantin Margit Weihe für sprachliche und mentale Unterstützung.


Eine Produktion des theater im e.novum e.V.

zum Pressespiegel bitte hier entlang